Demokratur in transito

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Aufkleber mit "Demokratie, Grundrechte, Rechtsstaat & Freiheit" an Laterne.

von Dr. Christian Steidl

Kontrovers und hitzig wird sie geführt, die Debatte über die Frage, ob wir noch in einer Demokratie oder schon in einer Diktatur leben. Dabei ist der Streit so langweilig wie die Frage, ob das Glas „halb voll“ oder „halb leer“ ist. Wenn man für eine freie Meinungsäußerung gemäß Dunja Hayali (https://twitter.com/dunjahayali/status/1356170373281296384?s=20) Konsequenzen tragen muss – z.B. seinen Job verliert oder das SEK nachts um 3 Uhr die Wohnungstür einbricht – dann ist es keine lupenreine Demokratie mehr. Wenn aber noch Wahlen mit oppositionellen Parteien stattfinden, der Bundeskanzler sich noch für Umfragen interessiert und noch nicht jede alternative Meinung auf YouTube gelöscht wird, ist es auch noch keine Hardcore-Diktatur. Es ist eine Mischform, eine Chimäre, die in Fachkreisen als „Demokratur“ bezeichnet wird (https://1bis19.de/politik/demokratur-5-0-freiheit-wurde-wieder-abgestellt/), die sich in einem metastabilen Übergangszustand befindet, d.h. „in transito“ ist.

Demokratie bedeutet Volksherrschaft

Der Begriff Demokratie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Volksherrschaft“. Wir haben eine sogenannte „repräsentative Demokratie“, bei der das Volks Repräsentanten wählt, d.h. Politiker, die der Theorie nach dann die Interessen des Volkes vertreten. Da es leicht passieren kann, dass die gewählten Politiker abheben, die Macht an sich reißen und keine Wahlen mehr abhalten wollen, wurde das Konzept entwickelt, die Macht an der Spitze des Staates zu teilen, damit sich das politische Spitzenpersonal gegenseitig kontrolliert, dass niemand die Demokratie abschafft.

Gewaltenteilung als Kennzeichen der Demokratie

Demokratie ist also nicht die „Diktatur der Mehrheit“, sondern sie ist nach der Definition von Niklas Luhmann ( https://prezi.com/uotgx7txn7zn/demokratietheorie-von-niklas-luhmann/) gekennzeichnet durch die „Spaltung der Spitze“, d.h. durch eine Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative, die alle von der Presse als der 4. Gewalt kontrolliert werden sollten. Da aber die Parlamentsmehrheit den Bundeskanzler wählt, das Justizministerium die Richter einstellt und die Regierung über Anzeigen und Gagen die Presse besticht, ist von der theoretisch angedachten Gewaltenteilung nicht mehr viel übrig. Hinzu kommt, dass der von der Regierung eingesetzte „Verfassungsschutz“ festlegt, welche Meinungen „verfassungsschutzrelevant“ sind und zum Arbeitsplatzverlust führen können. Dass solche „Hetze“ von hochqualifizierten Haltungsjournalisten nicht publiziert wird, ist fast schon nachvollziehbar.

Nach EU-Recht heiligt der Zweck die Mittel

Im Rahmen der 17. Tagung der Anwälte für Aufklärung (AfA e.V.) am ersten Mai-Wochenende 2023 fand dazu eine Diskussionsrunde statt, die von AUF1.tv aufgezeichnet wurde (Hier ein kleiner Ausschnitt: https://t.me/auf1tv/5575. Dr. iur. habil. Ulrich Vosgerau kritisierte bereits bei seinem Referat am Vortag den dominierenden Einfluss des EU-Rechts, das Ziele definiert und dann nach dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel“ viele Freiheitsrechte beiseite wischt. Prof. Stefan Homburg und der ehem. Polizeipräsident Uwe Kranz zeigten sich überzeugt, dass bestimmte Milliardäre größeren Einfluss auf politische Entscheidungen haben als gewählte Politiker. WIE diese Superreichen ihren Willen durchsetzen und wie der Einfluss zugunsten demokratischer Strukturen zurückgedrängt werden könnte, damit will sich die AfA im Herbst auf einer Tagung beschäftigen.

Grundrechte stehen nicht zur Debatte

In unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen nicht alle Rechtsfragen zur Debatte. Es gibt auch unveränderliche Grundrechte. Diese stehen in den ersten 19 Artikeln unseres Grundgesetzes. Diese dürfen eigentlich niemals abgeschafft werden – nicht einmal durch eine 2/3-Mehrheit. Auch eine zeitlich befristete Aussetzung der Freiheitsrechte sieht das Grundgesetz nicht vor – sogar im Kriegsfall nicht und schon gleich gar nicht wegen dubioser PCR-Inzidenzen. Und selbst wenn es eine tatsächliche Pandemie geben würde und Freiheitsbeschränkungen die Krankheitsausbreitung begrenzen könnten, müssten die Gerichte prüfen, ob diese Maßnahmen angemessen und alternativlos sind. Dafür sind unabhängige Gerichte nötig, die nicht ausschließlich Regierungsbehörden als Quellen der Erkenntnisgewinnung akzeptieren.

Demokratie entfiel „wegen is nicht“

Einige der oben beschriebenen Demokratiekriterien erfüllt unser politisches System seit der Coronazeit nur noch rudimentär, weshalb sich der Begriff „Demokratur“ etabliert hat. Eine echte Begründung für den Demokratieabbau gab es nicht. Die Demokratie entfiel einfach „wegen is nicht“. Das erschien den Politikern so alternativlos, dass sie Diskussionsorgien darüber für verzichtbar hielten. Abstand halten war ohnehin wichtiger als der Dialog. Die spannende Frage ist, in welche Richtung sich diese Demokratur nun hin entwickelt. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ( https://www.sueddeutsche.de/bildung/bildung-heidelberg-steinmeier-demokratie-ist-keine-selbstverstaendlichkeit-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190827-99-632288). Demokratie müssen die Bürger in jeder Generation neu erkämpfen, während die Mächtigen stets bemüht sind, die lästigen Einflussmöglichkeiten der Bürger zurückzudrängen. „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“, war schon das Motto des SED-Parteiführers Walter Ulbricht ( https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/ueber-uns/der-bundesbeauftragte/reden/freiheit-und-demokratie-sind-keine-selbstverstaendlichkeit-erinnerungen-an-die-deutsche-teilung/). Die Einschränkung der Meinungsfreiheit „dient dem Kampf gegen die Feinde der Demokratie“, so das gängige Narrativ.

Der Mensch ist leider primitiv

Diese perfekte Tarnung der demokratiefeindlichen Elemente macht es so schwierig, überhaupt den Kern des Problems zu erkennen. Wer sind denn die Verursacher der negativen demokratischen Entwicklung? Müssen wir einfach tolerieren, akzeptieren und wertschätzen, dass die meisten Menschen dumme Kälber sind, die ihren Metzger selber wählen? Anders ausgedrückt: „Die Mehrheit sind nun mal Schafe und aus denen werden keine Füchse mehr – und schon gar nicht Wölfe.“ Bzw.: „Der Mensch ist leider primitiv.“ (Westernhagen et al. 1990, https://www.youtube.com/watch?v=rGEiyGFPmOs). Vielleicht ist der Mensch ohnehin nur das Krebsgeschwür auf dieser Welt, das den Wölfen und Haien den Lebensraum wegnimmt (ttps://www.forschung-und-wissen.de/magazin/das-mysterium-der-georgia-guidestones-13371985)!??

Pädagogisch nicht wertvoll

Mal abgesehen von der Frage, ob der Mensch wirklich primitiv ist, muss man feststellen, dass die Verbreitung dieses Narrativs pädagogisch nicht wertvoll ist. Wenn man die Menschen für „dumm“ erklärt und sie als Schafe oder Kälber bezeichnet, gewinnt man ihre Herzen nicht. Dann wird es noch schwieriger, sie dazu zu bringen, sich einzugestehen, dass sie sich hinters Licht führen ließen. Deshalb sollte man herausstreichen, dass die Lügen sehr professionell verpackt waren, so dass es jedem hätte passieren können, dass er darauf herein fällt.

Der Mensch ist Ebenbild Gottes

Der Gegenentwurf zu dieser Sichtweise mancher Aktivist_*innen (m/w/d), der Mensch sei nur Unkraut, ist die Theologie, der Mensch sei die Krönung der Schöpfung und das Ebenbild Gottes. Das bezieht sich nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf die prinzipielle Fähigkeit jedes Menschen zum Guten – unabhängig von seiner kindlichen Prägung und der Indoktrinierung durch staatsnahe Medien. Der Mensch sei daher in der Lage, sich aus seiner selbst- oder fremdverschuldeten Unmündigkeit zu befreien. Die Chancen für eine Aufklärung 2.0 sind prinzipiell gegeben. Grenzerfahrungen können die Menschen erwecken. Manchmal hilft auch noch der Heilige Geist mit.

Impfschäden als Chance

In jeder Krise liegt eine Chance. Das gilt auch für die Corona-Impfkatastrophe. Es muss erst noch viel schlechter werden, bevor es dann wieder besser wird, weil die Menschen nur so die Ursachen der Katastrophe hinterfragen und Korrekturmaßnahmen einleiten. Sobald die Menschheit erkennt, dass die große Zahl an Impfschäden das erwartete Ergebnis war (https://1bis19.de/wissenschaft/ist-eine-corona-impfung-vorsaetzliche-koerperverletzung/) und kein unvorhergesehener, tragischer Schicksalsschlag, werden die Menschen fragen, wer die vielen Impftoten achselzuckend in Kauf genommen hat und warum. Im zweiten Schritt werden andere Impfungen und andere Narrative (Klima, Ukrainekonflikt, …) in Frage gestellt werden, denn die Menschen wollen dann sehen, ob es ein einmaliger Ausrutscher war, oder ob sich das Betrugsmuster auch in anderen Bereichen zeigt und Pfizer/BioNTech nur der Gipfel des Eisberges ist (https://1bis19.de/gesellschaft/sind-aufgedeckte-regelwidrigkeiten-bei-der-pfizer-studie-der-gipfel-des-eisberges/). Erstaunt werden die Menschen dann feststellen, dass die staatlichen Narrative oft nur geniale Propaganda sind (https://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html).

Mensch gut – System schlecht

Der Mensch an sich ist zwar manchmal etwas denkfaul und träge, aber bei der Betrachtung des durchschnittlichen Normalbürgers kann man sagen, dass er das Gute will. Wenn er es dennoch nicht tut, dann wurde er meist mittels Propaganda, rechtlichem Druck und falschen Anreizen zu schlechten Verhaltensmustern verleitet. Daher sind zahlreiche rechtliche Reformen (https://1bis19.de/politik/rechtliche-reformen-um-eine-wiederholung-der-lockdown-und-impfkatastrophe-zu-verhindern/ und gesellschaftliche Veränderungen (https://1bis19.de/politik/allgemeine-gesellschaftliche-reformen-um-neuerliche-lockdowns-und-impfkatastrophen-zu-verhindern/) notwendig, um einen vollumfänglich funktionsfähigen, freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat wiederherzustellen, in dem sich die guten Menschen frei entfalten können.

Politiker sind auch Menschen

Auch Politiker sind Ebenbilder Gottes und prinzipiell zum Guten befähigt. Sie lassen das nur nicht so oft offen raushängen. Aber man hatte das beispielsweise in England erahnen können: Als die Regierung erkannt hatte, dass die erhöhten Todesfälle kurz nach der Impfung bei den Geimpften auftraten, die nur in der Statistik noch 2 Wochen als „ungeimpft“ geführt wurden, rief sie den „Freedom Day“ aus. In Deutschland hat der Erkenntnisgewinn etwas länger gedauert. Aber die Entwicklung geht in die richtige Richtung und die vielen Impfgeschädigten unterstützten zu immer größerer Zahl die Aufklärungsbemühungen der Ungeimpften. Daher besteht die Chance, dass der Große Zusammenbruch (The Big Reset, https://gloria.tv/post/19wF9CPyJZVe2GbPgKG7LYCaT) abgewendet werden kann. Damit ist auch eindeutig klar, dass die komplette Abschaffung der verfassungsähnlichen Ordnung durch gutes Zureden verhindert werden kann und wegen dieser „anderen Abhilfe“ ist ein gewaltsamer Widerstand gegen die grundgesetzwidrigen Kräfte in Regierung, Parlament, Justiz- und Propagandaapparat gemäß GG Art. 20, Abs. 4, weder notwendig, noch rechtlich zulässig.

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    AfA-Pressekommentar ÖRR Charlie Kirk

    ❗️⬛️ AfA-Pressekommentar ◼️❗️

    ZDF-Theveßen und Dunja Hayali sollten jetzt sofort zurücktreten oder vom ÖRR gekündigt werden. Dieser ZDF-Müll ist zutiefst menschenverachtend und nicht mehr zu ertragen. Ein Mensch wurde bestial und hinterhältig hingerichtet. Niemand braucht dazu „Bewertungen“ eines Theveßen oder einer Hayali. Wer sind diese beiden sog. „Journalisten“, die meinen, sich vor einem Millionen-Publikum Urteile erlauben zu dürfen? Das ist keine sachliche Berichterstattung. Widerlich. Abstoßend. Mit Zwangsgebühren finanziert. Nicht hinnehmbar.

    Unser tiefstes Mitgefühl gilt der Witwe Erika Kirk und den beiden kleinen Kindern

    AfA-Pressereferat
    Dr. Christian Knoche

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    Schiffbruch erlitten?

    Zur torpedierten Bodenseefahrt des Kontrafunks am 5.7.2025 und Vicky Leandros Engagement für Toleranz im Rahmen der Regensburger Festspiele

    Am 5.7.2025 erfolgte wieder einmal das, was seit 2020 zum guten Ton im „besten Deutschland aller Zeiten“ gehört – das faktische Verbot einer vermeintlich rechten Veranstaltung – in diesem Fall einer durch den Kontrafunk geplanten Bodenseefahrt.

    Wenig später wurde das mit der Vorsitzenden der AfD Bundestagsfraktion Alice Weidel geführte Sommerinterview massiv durch das „Zentrum für politische Schönheit“ gestört. Die ARD war nicht in der Lage oder wahrscheinlich eher nicht willens, das Interview ohne die deutlich hörbaren Schmähgesänge auszustrahlen.

    Auch war Weidel veranlasst, ihren geplanten Besuch der Regensburger Festspiele den Erfordernissen der derzeitigen Cancel-Culture anzupassen. Weidel sei bei ihrem Konzert nicht willkommen, so die im Rahmen der Festspiele auftretende Vicky Leandros, die nach ihren eigenen Worten für Vielfalt, Toleranz, Menschenwürde, Menschenrechte und Internationalität eintritt.

    Freifrau von Ruffin, so der bürgerliche Name, der sich ehemals für die gesamtgriechische sozialistische Bewegung PASOK engagierenden Leandros, spricht dies damit wohl der Politikerin Weidel ab.

    Dass die promovierte Volkswirtin Weidel in Lebenspartnerschaft mit einer Frau lebt, in Deutschland und der Schweiz wohnt und jahrelang beruflich international tätig war, ist der sozialistischen Freifrau unter Umständen verborgen geblieben – immerhin lautete
    ihr letztes Studioalbum „Ich weiß, dass ich nichts weiß“.

    Interessant ist in diesen Zusammenhang, dass am Sonntag, den 27. Juli 2025 Anna Netrebko im Rahmen der Festspiele auftritt – jemand, der noch nicht vor allzu langer Zeit ebenfalls die Gemüter erregte und deren Konzerte boykottiert respektive abgesagt
    wurden.

    In einem Rechtsstaat sind Verbote und Ausgrenzungen ein für den Betroffenen zwar ärgerlicher, aber ggf. zu beseitigender Akt, soweit es sich um ein vom Staat ausgehendes justiziables Vorgehen handelt. Dieses System rechtlicher Kontrolle versagt, soweit nichtstaatliche Akteure Druck auf Betreiber von Gaststätten, Konzerthallen, Kinos oder in diesen Fällen eines Schiffbetriebs bzw. der Besucherin einer Konzertreihe ausüben und dies zum Aus der geplanten Veranstaltung oder deren Teilnahme führt.

    Im Fall Weidel nahm diese nicht am Konzert teil und machte es sich mit der Schirmherrin der Festspiele – Gloria von Thurn und Taxis – in deren Regensburger Schloss gemütlich, während im Schlosshof die griechische Nachtigall trällerte. Einige Gäste des Konzerts verließen aus Solidarität mit Weidel demonstrativ kurz nach dem Auftritt der Sängerin das Konzert und gesellten sich zur Schlossherrin und deren Besuch.

    In der „Causa Kontrafunk“ beugte sich der Schiffsbetreiber dem Druck des Bündnisses „Konstanz für Demokratie“ und sagte die geplante Bodenseefahrt des Kontrafunks ab.

    Dies kommentierte das Bündnis mit dem Schlagwort „Rechte Hetze? Schiffbruch erlitten! Die Kontrafunk Bootsfahrt auf dem Bodensee ist abgesagt.“

    Auf die Idee, dass durch einen solchen „Erfolg“ nicht der Kontrafunk, sondern die zu schützende demokratische Ordnung beschädigt, wenn nicht gar Schiffbruch erleiden könnte, kommt bei den Konstanzer Aktivisten niemand.

    Entsprechende Vorkommnisse sind mittlerweile Legion.

    Kurzfristige Absagen von Veranstaltungen aufgrund vermeintlicher Terminkollisionen, Demonstrationen vor Kinos, tendenziöse Berichterstattungen in der lokalen und überregionalen Presse, die zu Absagen geplanter Veranstaltungen führen, Kündigungen von Geschäftsbeziehungen oder unverhohlene Drohungen gegen Veranstaltungsorte gehören zum Repertoire der selbsternannten Demokratieschützer.

    Dass man damit weder das selbsterklärte Ziel, für Toleranz und Vielfalt einzutreten, erreicht und der Demokratie einen Bärendienst erweist, liegt auf der Hand.

    Demokratie braucht einen offenen Diskurs widerstreitender Meinungen.

    Eine offene und fortschrittliche Bürgergesellschaft lebt vom freien Gedankenaustausch, des Wettstreits der Ideen und Sichtweisen und der Möglichkeit, das Altbekannte und vermeintlich Bewährte durch neue Blickwinkel einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Nur so gelingt es, eingetretene Denkpfade zu verlassen, ein Gemeinwesen den ständig sich verändernden Gegebenheiten anzupassen und damit eine freie gegen alle extremistischen Tendenzen resiliente Zivilgesellschaft zu bewahren.

    Nun könnte man einwenden, dass kein Bürger sich dem Druck des anderen zu beugen brauche, ein freier Diskurs in der Bundesrepublik möglich sei und die Justiz sicherstelle, dass keine rechtswidrigen Einflussnahmen – sei es durch den Staat oder den Bürger – erfolgen bzw. Bestand haben.

    Eine solche Sichtweise verkennt die Wirkungsmechanismen eines in der Angst vor wirtschaftlichen Einbußen und sozialer Ausgrenzung begründeten, nicht justiziablen gesellschaftlichen Anpassungsdrucks. Sie verkennt zudem, dass keine Waffengleichheit der widerstreitenden Meinungen und Interessen gegeben ist, soweit politisch gewünschte Vorfeldorganisationen sich massiver finanzieller Zuwendungen des Staates erfreuen und auch personell eng mit dem politischen Establishment verwoben sind.

    Allein das Bundesfamilienministerium wendet diesen Vorfeldorganisationen unter dem Schlagwort „Demokratie leben“ über 180 Millionen Euro pro Jahr zu. Diese Organisationen führen hierbei u.a. das aus, was dem Staat mangels gesetzlicher Grundlage nicht erlaubt ist. Dies führt zur Aushöhlung des Rechtsstaats, insbesondere dann, wenn Staat und Gesellschaft nicht klar und unmissverständlich dafür eintreten, dass auch Andersdenkende sich frei äußern und im Rahmen von Konzerten, Vorträgen, Debatten etc. zusammen kommen und austauschen können. Soweit dies nicht gewährleistet ist, trägt dies zum Ausblenden (eines Teils) der Wirklichkeit bei. Die Wirklichkeit zu ignorieren und bis zum bitteren Ende am Glauben an die fortwährende Existenz der eigenen Überlegenheit festzuhalten, steht in einer unguten deutschen Tradition.

    Wohin dies – verbunden mit dem Verschanzen der politischen Parteien hinter einer Brandmauer – führen kann, zeigt das Schicksal eines Mauerregimes, dessen Weigerung, die Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen, zu dessen – zum Glück friedlichen – sang- und klanglosen Endes führte.

    Für den Vorstand
    Anwälte für Aufklärung e.V.
    Rechtsanwalt Ocke Jürs

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    ÖRR in der Kritik: Analyse zum ARD-Sommerinterview der Anwälte für Aufklärung

    Kommentar und Fragen der Anwälte für Aufklärung e.V.

    Das ARD / AFD Sommer-Interview war und ist skurriles Theater und zugleich beste Beschreibung über den Zustand eines komplett maroden ÖRR (Kritiker sagen „öffentlich-restlicher Rundfunk“).

    ● Man hört sich nicht mehr zu und will sich nicht mehr verstehen. Weshalb gelingt es Prof. Stefan Homburg, das Interview ohne Störgeräusche zu erstellen?

    ● Wie kommt der Krawallbus plötzlich in die Bannmeile ins absolute Halteverbot? Weshalb schritt die Berliner Polizei nicht ein?

    ● Ausgerechnet die ARD fragt im Interview ab Min. 12.21 was in Deutschland besser werde, wenn das Land gespalten ist, nachdem der Hauptspalter und Propagandatreiber in der Coronazeit (ARD) keine Gelegenheit ausgelassen hat, Maßnahmenkritiker und Imfgegner zu diffamieren und rechtswidrig auszugrenzen.

    ● Ein abgewirtschafteter Staatsfunk (ARD) gibt sich pseudo-objektiv und beginnt jede Anmoderation einer Frage mit Halb- und Unwahrheiten (Beispiel „Fall Brosius-Gersdorf“ ab Min. 21).

    ● Der von heftigsten Skandalen erschütterte ÖRR gibt sich kritiklos und meint, die Wahrheit mit „Löffeln gefressen“ zu haben. Ausgerechnet der selbstgefällige ÖRR fragt nach Mäßigung (Min.23.36). Doch was ist eigentlich mit den alles andere als „mäßigen Gehältern“ der ÖRR-Protagonisten, zwangsfinanziert durch die Beitragszahler?

    ● Was hält der ÖRR heute noch vom Rundfunkstaatsvertrag und dem dort normierten Neutralitätsgebot?

    ● Das personell und technisch überdimensioniert ausgestattete ARD-Hauptstadtstudio war nicht in der Lage (oder nicht willens), einen ordnungsgemäßen Ablauf des Interviews zu garantieren (TE 21.07.2025).

    ● Kein einziges Wort davon in der Tagesschau am 22.07.2025 ab 20:00 Uhr❗️

    ● Nebenbei: Die frühere Gebühreneinzugszentrale (GEZ) heißt heute „Beitragsservice“.

    Fazit:

    Ein Sommertheater des ÖRR, das an Peinlichkeit, Hilflosigkeit und Unvermögen kaum zu überbieten ist.

    Ausschalten.

    Programmbeschwerden verfassen.

    AfA-Pressereferat
    Dr. Christian Knoche

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    Propaganda, Parole, Meinung „Die (Vor-)Verurteilung von Prof. Homburg“ (Kommentar)

    Ein Kommentar von Emmanuel Kaufmann

    Prof. Homburg, vielen von euch als früher Aufklärer während der Coronapandemie bekannt, der letztjährig die vollständigen RKI-Protokolle als einer der ersten Wissenschaftler ausgewertet hat, ist durch das AG Hannover zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen á 130,00 €, mithin zu 10.400,00 € verurteilt worden.

    Was hat dieser Mann, der so viel für die Aufklärung der Coronamythen geleistet und in letzter Konsequenz auch Recht behalten hat, getan, um eine solche Strafe zu verdienen ?

    Prof. Homburg hat angeblich eine SA-Parole „Alles für Deutschland“ verschriftlicht und sich damit nach §§ 86a, 86 Strafgesetzbuch (StGB) wegen Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen strafbar gemacht.

    An 2 Tweetstellen auf „X“ hat er berichtet, türkische Fußballfans hätten das Symbol der rechtsextremistischen, türkischen Organisation Graue Wölfe während eines Spiels der Fußball-EM im vergangenen Jahr gezeigt. Diese Zeichenge-bung hat Prof. Homburg dahingehend kommentiert:

    „Für türkische Fans sei der Wolfsgruß schlicht eine patriotische Geste. So wie für Deutsche der Satz, „Alles für Deutschland“.

    In einem weiteren Post zeigte Prof. Homburg das Lichtbild einer Wolfsstatue und schrieb die unterschiedlichen Bedeutungen dazu auf. U. a. stehe der Wolfsgruß in der Türkei für Patriotismus. Dabei hat er noch angemerkt, Patriotismus werde leider oft angefeindet, wie der Allerweltssatz „Alles für Deutschland“.

    Mit diesen Posts soll Prof. Homburg nach Ansicht des Gerichts das in Deutschland nicht unter § 86a StGB strafbare Wolfs-Symbol als legitimen Patriotismus heruntergespielt und durch seinen Vergleich mit der angeblichen SA-Parole „Alles für Deutschland“, strafrechtlich relevant, Nazi- und Neonazi-Symbole verharmlost haben.