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10.09.2022

DER SKANDAL IM SKANDAL

Christian Deppe

Das gesundheitspolitische Staatsversagen in der Corona-Krise

„Impfen hilft. – Eine Initiative der Bundesregierung“, prangt in großen Lettern nach
wie vor auf den Umschlägen der Behörden. „Impfen ist Liebe“ war das Motto eines
überdimensionalen Aushangs an der Front einer Berliner Kirche. Es gibt viele
weitere, auch peinlichere Slogans der Impf-Propaganda, denen die Menschheit
ausgesetzt wurde und wird.

Im Jahre 2020 setzte eine ungeheure Kampagne für die Injektion von nicht erprobten
und nicht regelrecht zugelassenen Impfstoffen ein, die sich nicht auf Propaganda und
fromme Sprüche beschränkte. Drangsalierung der Zögernden und Zweifelnden von
bis dahin unbekannter Übergriffigkeit des Staates, seiner Behörden, der Ämter,
Arbeitgeber und Ärzte wurde alltäglich. Jeder, der dem gesunden Menschenverstand
und seinem Immunsystem vertraute, sollte gestellt werden. Eine polemische
Unterscheidung in Impf-Adepten und Verweigerer der „shots“ setzte ein und spaltete
Familien, Paare, zerstörte Freundschaften. Und die Sache ist noch nicht
ausgestanden: Seitdem die Opfer der Impfung, noch immer viel zu zögerlich, zu Wort
kommen und die verheerenden Statistiken zu den Impf-Toten und den durch Impfung
Versehrten nicht mehr wegzudiskutieren sind, ist die Impfkampagne nicht etwa zum
Erliegen gekommen: „Darauf einstellen, dass wir immer wieder
Auffrischungsimpfungen brauchen“, verkündet Herr Sahin, CEO von Biontech
(Handelsblatt vom 15.06.2022). Der Impf-Skandal, er soll also weitergehen: „Ugur
Sahin macht bei der Zulassung angepasster Corona-Impfstoffe in ungewöhnlich
scharfer Form Druck“ (Oberhessische Presse vom 23.06.2022).

Über der Fixierung auf die Impfung ist der Skandal im Corona-Skandal nicht an die
Öffentlichkeit gelangt: Natürliche Infektabwehr durch Stärkung des Immunsystems
und damit Alternativen zur Impfung wurden gar nicht erst erwogen. Dabei ist seit
langem bekannt, wie das – in weiten Teilen der Bevölkerung schlecht aufgestellte –
Immunsystem auf Vordermann gebracht werden kann. Jens Spahn selbst, der
damalige Gesundheitsminister, hat nach eigenem Bekunden von dem Wissen
profitiert. Er war im Frühherbst 2020 mit milden Erkältungssymptomen erkrankt, nach
seiner Aussage in der Folge einer Infektion durch das SarsCov2-Virus. Man höre und
staune:

„ . . . ansonsten habe ich mich an die Tipps für die Stärkung des Immunsystems
gehalten, gerade mit Blick auf Winter gibt es ja manchen Vitamin-Tipp, Vitamin D,
Zink und anderes mehr, das ist alles vielleicht nicht wissenschaftlich in Studien breit
belegt, scheint mir aber doch, weil es von so vielen kam, auch als Hinweis dann
vielleicht doch ganz hilfreich zu sein, schaden tut es jedenfalls nicht.“ (
https://www.rtl.de/cms/jens-spahn-corona-erkrankung-macht-demuetig-und-dankbarfuer-
diesen-verlauf-4639959.html
, ab Minute 1:11, zuletzt aufgerufen am
04.08.2022)
.

Die saloppe Mitteilung gab Herr Spahn Ende Oktober 2020 zum Besten. Er hielt es
mithin bereits vor Beginn der Impfungen für möglich, das Risiko für Infektion und
schweren Verlauf mit den einfachen Mitteln der Immunbesserung, sog.
Mikronährstoffen, senken zu können. Herr Spahn und erst Recht sein Nachfolger
Karl Lauterbach, ein Arzt, müssen sich daher fragen lassen, warum sie sich außer
ums Impfen, den Lockdown und die Masken nicht um die Prävention durch
bevölkerungsweite Verbesserung des Immunstatus’ gekümmert haben?

Wenn, wie Herr Spahn sagt, die Bedeutung von Vitamin D und Zink „vielleicht nicht
wissenschaftlich in Studien breit“ belegt war – tatsächlich, s.u., ist das jedoch der
Fall: Warum hat er nicht alles daran gesetzt, der Frage nachzugehen resp.
nachgehen zu lassen, was es damit auf sich hat? Wenn er erst im Zusammenhang
seiner Infektion von Vitamin D und Zink als Bestandteilen einer niedrigschwelligen
Prävention erfuhr: War es nicht seine Pflicht, alles dafür zu tun, den Stand der
Wissenschaft zu den Möglichkeiten der Stärkung des Immunsystems abzufragen, die
Ergebnisse aufzubereiten und sie durch mindestens dieselbe Propagandamaschine
wie die Impfkampagne zu verbreiten, um das gefährliche neue Virus abzufangen?
Zumal die Impfstoffe erst in den letzten Tagen des Jahres 2020 zum Einsatz kamen,
mithin eine Präventionslücke bestand? Warum gab es keine Präventionspropaganda
für die immunologisch relevanten Mikronährstoffe, von denen man seit langem weiß,
dass große Teile der Bevölkerung mit ihnen nicht ausreichend versorgt sind, ihr
Immunsystem mithin nicht imstande ist, das so neuartige und gefährliche Virus
abzuwehren?

Spahn wäre, hätte er seinen Amtseid ernst genommen, auf eine Vielzahl von Studien
gestoßen, die zeigen, dass und wie der Immunstatus mit einfachsten Mitteln deutlich
verbessert und die Defizite des Immunsystems der meisten Menschen vor allem im
Hinblick auf den damals bevorstehenden Winter beseitigt werden können (z.B.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=vitamin+d+coronavirus , https://dsgip.de/wpcontent/
uploads/DSGiP_Presseinformation_12_2020_Covid-
19undVitD_Alten_u_Pflegeheime_c-1.pdf
). Er hätte vom „Wunder von Elgg“
erfahren, das gar keines ist: Wie den Gesundheitsminister bewahrte die regelmäßige
Einnahme von Vitamin D die Bewohner eines schweizerischen Senioren- und
Pflegeheims vor schweren Verläufen; keiner wurde krankenhauspflichtig, keiner starb
(https://www.nzz.ch/zuerich/coronavirus-bei-ausbruch-in-pflegeheim-kam-niemandzu-
schaden-ld.1579376
). Das funktionierte auch in einem anderen Heim (
https://www.pressenza.com/de/2020/12/meine-corona-erfahrung-mit-dem-altersheimin-
muotathal
) und war also frühzeitig bekannt.

Warum haben Spahn und nun sein Amtsnachfolger Lauterbach sich nicht kundig
gemacht und nicht gehandelt? Ein Fingerzeig findet sich in dem Schreiben aus dem
Büro des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Michael Müller von Ende Januar
2021, mit dem der Hinweis des Verfassers auf die Defizite des Immunstatus der
Bevölkerung und die Mittel zu ihrer Beseitigung beantwortet wurde: Die
Verbesserung des Immunsystems „würde die Menschen unter Umständen nur in
(trügerischer) Sicherheit wiegen. . . . Wirkungsvoller erscheinen . . . die inzwischen
entwickelten und teilweise bereits zugelassenen Impfstoffe.“ Es gab zu diesem
Zeitpunkt keinerlei Beleg dafür, dass die neuartigen Impfstoffe „wirkungsvoller“ sein
werden als die Immunbesserung durch Mikronährstoffe; schon gar nicht waren die
Impfstoffe „teilweise zugelassen“. Vor allem aber die Anwendung des
Präventionsparadoxes auf notabene konkurrierende Präventionsstrategien ist
atemberaubend ignorant: Weil die Verbesserung des Immunstatus’ durch Vitamin D
etc. Erfolge erzielen und damit die Durchsetzung der Impfung gefährden könnte, wird
auf die Aufklärung der Bevölkerung über die natürlichen Wege der Immunstärkung
verzichtet. Der Präventionsmediziner Prof. Spitz beklagt, seine Versuche, die Politik
zu erreichen, um auf die Defizite der Immunlage der Bevölkerung und die Mittel zu
ihrer Verbesserung aufmerksam zu machen, seien sämtlich ohne Echo geblieben.
Offensichtlich setzte man allein auf das Projekt „Impfung“ und die mit unbekannten
Risiken behafteten neuartigen Impfstoffe. Das durfte nicht in Frage gestellt werden,
und so wurde den Menschen das Wissen über Immunstatus und -besserung
vorenthalten.

Nichts anderes bedeutet die Auskunft des Mitarbeiters von Bürgermeister Müller,
„selbstverständlich steht es jedem Menschen frei, sich präventiv auch mit dem
Vitamin D3 zu versorgen“. Was für eine Freiheit kann das denn sein? Mangels
Kenntnis des wohl weitaus größten Teils der Bevölkerung über den eigenen
Immunstatus und über die Möglichkeiten der Immunbesserung hatten die Menschen
gar nicht die Chance, sich mit Mikronährstoffen wie Vitamin D3 und Zink zu
versorgen und sich so zu schützen. Der Verweis auf die Freiheit des Einzelnen zeigt
einmal mehr, wie die Chance vertan wurde, durch Aufklärung niedrigschwellige,
risikolose Immunbesserung zu propagieren.

Die Unterlassung der gebotenen politischen Kampagne für den Einsatz von
Mikronährstoffen ist in Anbetracht der einseitigen Propaganda einer nicht
ansatzweise hinlänglich erforschten, inzwischen als ineffizient erwiesenen und
lebensbedrohlich riskanten Impfstoff-Technik der Skandal im Corona-Skandal.

Vom amtierenden Gesundheitsminister Lauterbach wird derzeit erneut eine
Drohkulisse für die nächste kalte Jahreszeit errichtet und zur Prävention erneut nur
das Impfen – inzwischen ist der fünfte Schuss im Visier – propagiert. Die Pflicht, über
die Mittel zur Immunbesserung aufzuklären, nimmt die Politik nach wie vor nicht
wahr.

Im Medizinrecht ist, wenn nicht entlastende Sachverhalte und Gesichtspunkte
vorliegen, die Unterlassung einer gebotenen Behandlung ein Behandlungsfehler.
Epidemiologen werden ermitteln können, welche Schäden der Unterlassung der
natürlichen Immunbesserung zuzurechnen sind, wie viele Opfer die politisch gewollte
Einseitigkeit – die Unterlassung der Präventionskampagne für die Immunbesserung
durch Mikronährstoffe – gekostet hat. Juristen werden zu beurteilen haben, ob die
Einseitigkeit der Politik eine Pflichtverletzung darstellt und justiziabel ist. Schon jetzt
aber ist, in Entlehnung des Begriffs von den Wirtschaftswissenschaften, von einem
gesundheitspolitischen Staatsversagen zu sprechen.

04.08.2022 © Ch. Deppe

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